Architektur

Aus Kärnten Chronik

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Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Jede Epoche hat in Kärnten ihre architektonischen Zeugen hinterlassen: Die Römer- und Keltenzeit mit ihren urgeschichtlichen Ausgrabungen. Das Mittelalter mit Burgen und Ruinen. Romanik und Gotik mit einer Fülle herrlicher sakraler und profaner Baudenkmäler. Die Renaissance mit Prachtbauten wie dem Schloss Porcia in Spittal und der bezaubernden Innenstadt von Klagenfurt. Die Jahrhundertwende mit anmutigen Villen im Stil der Wörthersee-Architektur. Mittelalterliche Baukunst Die Spuren der mittelalterlichen Baukunst sind nicht zu übersehen: Der Gurker Dom mit seiner Krypta zählt zu den bedeutendsten romanischen Bauten (siehe auch „Romanische Schätze“). Die Wallfahrtskirche von Maria Saal thront mächtig und breit mit den zwei stämmigen Westtürmen über dem Zollfeld. Schmal und spitz dagegen nimmt sich die berühmte Silhouette der Pfarrkirche Heiligenblut aus, die mit den Dreitausendern im Hintergrund um die Wette zu eifern scheint.


Renaissance

Der Renaissance haben die Spittaler ihr Rathaus und das bezaubernde Schloss Porcia zu verdanken, das zu den schönsten Bauten der Neuzeit in ganz Österreich gehört. Auch in der Klagenfurter Innenstadt lebt die Renaissance mit prächtigen Bauten, über 50 öffentlich zugänglichen Arkadenhöfen, betriebsamen Plätzen, flankiert von alten Bürgerhäusern und stilsicher ergänzt von moderner Architektur. Täglich geführte Altstadtwanderungen bieten die Möglichkeit, auch die verborgeneren Schätze der Hauptstadt zu entdecken!


Mediterrane Architektur

Im Gegensatz zu anderen alpinen Regionen ist Kärnten von mediterraner Leichtigkeit geprägt. Deshalb sind die barocken Zeugnisse eher rar, aber wunderschön wie etwa die rosarote Heiligkreuzkirche in Villach. Neben der repräsentativen Baukunst entwickelte sich eine reiche „anonyme Architektur“ – eine Architektur, die nicht von bekannten Baumeistern, sondern von der Bevölkerung geschaffen wurde. Kärntner Bauernhäuser weisen eine ganz besondere Liebe zum Detail und Formenvielfalt auf. Im Freilichtmuseum Maria Saal wurden einige von ihnen wieder errichtet und Besuchern frei zugänglich gemacht.


Wörtherseestil

Die Zeit der klassischen Sommerfrische um die Jahrhundertwende hat dem Wörthersee eine ganze Reihe bezaubernder Villen und Badehäuser beschert: Ein eigener Wörthersee-Stil prägt die Ufer: Jugendstilvillen, Veranden, Wassereinbauten. Einer der bedeutendsten Architekten war Franz Baumgartner.

Link-Tipp: Wörthersee Architektur

Moderne Architektur

Internationale Beachtung findet speziell die moderne Architektur. Der Kärntner Stararchitekt Günther Domenig setzte mit seinem Steinhaus am Ossiacher See und der Erweiterung des Stadttheaters Klagenfurt neue Akzente. Anlässlich der Landesausstellung in Hüttenberg verlieh er einer k.u.k. Eisenaufbereitungsanlage mit einer scheinbar schwebenden Glas-Stahlkonstruktion eine neue Bestimmung als modernes Veranstaltungszentrum. Noch ein paar eindrucksvolle Beispiele: Das Europäische Design Depot in der Klagenfurter Industriezone und die Hypo Alpe-Adria-Zentrale.

Kärntner Architektur im Wandel der Zeit

Eine Dokumentation von Prof. Peter Brandstätter

Prof. Peter Brandstätter

Prof. Peter Brandstätter

Geboren am 31. Dezember 1917 in Spittal an der Drau. Nach Abschluß der Pflichtschule das Maler-Handwerk erlernt und während dieser Zeit Besuch der Maler-Fachkurse in Villach bei akad. Maler Prof. Leopold Resch. Weitere Fortbildung autodidaktisch. Von 1938 bis1947 Militärdienst, davon zwei Jahre in Gefangenschaft. Seit der Heimkehr im Jahr 1947 als freischaffender Künstler tätig. Werke Seine außergewöhnliche Wahrnehmungsgabe der Umwelt von Landschaften Bäumen und Pflanzen, Menschen speziell Kindern, religiöse Themen wie sein großes Talent, lassen seine Bilder in den schönsten Farben erstrahlen. Material Die Vielfältigkeit an Techniken und Materialien Ölmalerei, Kohle und Bleistiftzeichnungen sowie Pastell und Aquarell zeichnen seine Werke aus. Seine besondere Liebe gilt der Aquarellmalerei welche das Licht, Leben und die Natur reflektieren. In rund fünf Jahrzehnten entstanden um die 200 Fresken und Sgraffiti an öffentlichen wie privaten Gebäuden. Entwürfe für Mosaike und Glasfenster ergänzen Brandstätters monumentales Schaffen. 1943 Mitglied des Kunstvereines Kärnten 1947 Mitglied bei der Berufsvereinigung bildender Künstler Österreichs/Kärnten. 1979 Verleihung des Berufstitels Professor.

Einzelausstellungen

  • 1969 Galerie Slama Klagenfurt
  • 1970 Kongresshaus Millstatt
  • 1974 Salanacakeller Spittal/Dr.
  • 1974 Künstlerhaus Klagenfurt
  • 1976 städtische Galerie Lienz
  • 1976 Kongresshaus Millstatt
  • 1979 Galerie Ruchti, Künstlerhaus Bonn
  • 1980 Galerie Ruchti, Opernhaus Cologne
  • 1981 Salamancakeller Spittal/Dr.
  • 1983 Kulturhaus Seeboden
  • 1991 Salamancakeller Spittal/Dr.
  • 2000 Salamancakeller Spittal/Dr.
  • 2004 Kongresshaus Millstatt
  • 2004 Galerie beim Künstlerhaus Graz
  • 2005 Alpe- Adria- Galerie Stadthaus Klagenfurt
  • 2007 Schloss Porcia Spittal/Drau
  • 2006-2007 Totentanz in der Kirche von Metnitz

Publikation

  • 2002 Bildband „Aquarelle“ erscheint im Verlag Carinthia Klagenfurt

Durchs Jahr in Kärnten

Ziegelgitterfenster

Sie sind ein wenig beachtetes bauliches Detail der landwirtschaftlichen Architektur. Zu finden sind sie in Stadeln, die jeder größere Bauernhof zur Unterbringung der Tiere, Heu, Stroh und landwirtschaftlicher Geräte benötigt.

Die Fenster sind nicht in der üblichen Ausführung gebaut, sondern die für die Fenster erforderlichen Maueröffnungen werden nur mit meist stehenden bzw. schrägen Ziegeln ornamentartig zusammengestellt und ergeben "Füllungen", die neben der ästestischen Darstellung auch Funktionalität haben - Feuerschutz, Windschutz, Belüftung.

Faszinierend ist die Vielfalt der Möglichkeiten wie einfache Ziegel zusammengesetzt werden können, um diese wenig beachtete wunderschöne Ornamentik zu erzeugen und doch ihrer Funktion gerecht werden.

Man findet diese Stadel hauptsächlich im Raum Südkärnten, Südsteiermark. Friaul und Nordslowenien, wo größere landwirtschaftliche Bewirtschaftung möglich ist.

Leider werden diese Stadeln immer weniger, da einerseits die Landwirtschaft rückläufig ist und andrerseits die Erhaltung einen großen finanziellen Aufwand erfordert.

Der Verein"Stadelfenster und Ziegelkultur" hat sich zur Aufgabe gemacht, alle Stadel bildlich und wenn möglich auch geschichtlich zu erfassen und den Besitzern Hilfestellung zu leisten, wenn Stadel renoviert werden müssen. Außerdem, eng zusammenhängend damit, auch die Geschichte und Erforschung der Herkunft der Ziegel herauszufinden, da, besonders im Kärntnerraum, es einst sehr viele Ziegeleien gegeben hat.

Link zum "Verein für Stadelfenster und Ziegelkultur":www.kleindenkmäler.at -->Ziegelgitter

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